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Organisationsentwickler/-innen

1 Leave a comment on Absatz 1 0 Poster Kompetenzprofil OrganisationsentwicklerinMitarbeit: Sabine Brendel, Dorothea Ellinger, Anke Timmann

Aufgaben von Hochschuldidaktiker_innen im Bereich Organisationsentwicklung

2 Leave a comment on Absatz 2 0 Aufgaben dieser Rolle:

3 Leave a comment on Absatz 3 0 Ein/e Hochschuldidaktiker_in im Bereich Organisationsentwicklung

  1. 4 Leave a comment on Absatz 4 3
  2. initiiert ggf., Organisationsentwicklungsprozesse in Studium und Lehre, dort wo sich zuerst strukturell etwas ändern muss, damit hochschuldidaktische Maßnahmen wirksam werden können.
  3. reflektiert/analysiert förderliche Rahmenbedingungen für Lehren und Lernen an Hochschulen
  4. und begleitet und berät die Hochschulleitung und Lehrende mit und ohne Aufgaben in der akademischen Selbstverwaltung innerhalb der Studiengangentwicklung, mit dem Ziel der Umsetzung und Gestaltung von spezifischen Studienmodellen, Leitbildern/Profilen in Lehre und Lernen…
  5. ist Schnittstelle zwischen Verwaltung, Lehrenden und Hochschulleitung

5 Leave a comment on Absatz 5 1 Die Begleitung kann – abhängig von der organisationalen Einbindung und des Selbstverständnisses der hochschuldidaktischen Einrichtung – sowohl reaktiv erfolgen als auch proaktiv initiiert werden . Sie schließt sowohl die Beratung von einzelnen Lehrenden, Gruppen von Lehrenden oder der Hochschulleitung ein als auch die Übernahme von Teilaufgaben, wie z. B. die Gestaltung und Durchführung von hochschulweiten Diskussionsprozessen, die zu einem gemeinsam getragen Leitbild/Lehrprofil oder Roadmap führen [z. B. zur universitätsweiten Einführung digitaler Medien in der Lehre oder von Portfolioprüfungen], als ständiges [beratendes] Mitglied in Berufungskommissionen und bei der Überarbeitung von Berufungsordnungen, als beratendes Mitglied bei der Einführung von neuen Studienzeitmodellen oder als ständiges [beratendes] Mitglied in den Kommissionen für Studiengangentwicklung und Lehre). Durch diese Begleitung trägt eine hochschuldidaktisch tätige Person mit Aufgaben und Kompetenzen aus dem Bereich Organisationsentwicklung dazu bei, dass Wissen, sowie Fertigkeiten und Handlungskompetenzen der Lehrenden als auch Erkenntnisse aus der Lehr-/Lern- und Hochschulforschung systematisch und institutionalisiert für die Verbesserung der Lehre genutzt (also letztlich mit Blick auf die Studierenden) werden können, indem entsprechende Rahmenbedingungen förderlich gestaltet werden.

1. Fachkompetenz

1.1 Wissen 

6 Leave a comment on Absatz 6 0 Verfügt über tiefes und zusammenhängendes Wissen im Bereich Hochschulbildung und ihre Entwicklungen, national und international

7 Leave a comment on Absatz 7 0 Verfügt über allgemeines Wissen zur Organisationsentwicklung (Wildt, 2003, S. 127), d.h.:

  • 8 Leave a comment on Absatz 8 0
  • kennt und erkennt unterschiedliche Führungsmodelle und ihre Implikationen für Organisationen
  • Kennt Grundlegende Ansätze und Methoden zur Strategieentwicklung
  • weiß, unter welchen Bedingungen Verhaltens- und Einstellungsänderungen von Organisationsmitgliedern ermöglicht werden können

9 Leave a comment on Absatz 9 0 Kennt parallellaufende Veränderungsprozesse auf gesellschaftlicher sowie politischer Ebene und kann daraufhin aktuelle Veränderungen an der eigenen Hochschule einordnen

10 Leave a comment on Absatz 10 0 Kennt Methoden des Monitorings und der Evaluation von Organisationen, Maßnahmen und Projekten

11 Leave a comment on Absatz 11 0 Verfügt über spezielles Wissen zur Organisationsentwicklung an Hochschulen, d.h.:

  • 12 Leave a comment on Absatz 12 2
  • verfügt über Grundverständnis der eigenen Universität als Organisation,
  • kennt und kann ihre Gestaltung, ihre Entwicklung und ihren Wandel in Abgrenzung zu anderen Organisationen darstellen (z. B: eine Antwort kennen, warum die eigene Universität von dieser Lehrphilosophie geprägt ist oder warum dieses Studienzeitmodel angewendet wird?
  • Wissen über Zusammensetzung der Lehrenden [LBA, WiMi oder Profs mit Industrieerfahrung] und Studierende [Abiturienten, Berufserfahrende, internationale Studierende] (Jenert & Brahm, 2010)

1.2 Fertigkeiten

13 Leave a comment on Absatz 13 0 Besitzt Fertigkeiten in der Kommunikation und Moderation im OE-Bereich

14 Leave a comment on Absatz 14 0 Verfügt in der Rolle des prozessverantwortlichen Moderators über ein Spektrum an Methoden der Leitung von Gruppen (Arbeitsgruppen, Gremien, Fachbereichssitzungen) in der eigenen Organisation, um bei der Gestaltung von Strategien, Strukturen, Prozessen und Kulturen effektiv und transparent unterstützen zu können. (Wildt, 2003)

15 Leave a comment on Absatz 15 0 Besitzt Fertigkeit, komplexe Systeme an Hochschulen (ihre Organisationsstruktur, -prozesse, und -kultur) analysieren zu können,

  • 16 Leave a comment on Absatz 16 1
  • um so zu einem übergreifenden Verständnis organisationaler Zusammenhänge in der eigenen Universität zu gelangen. (Jenert & Brahm, 2010)
  • um Entwicklungen und Potenzial für zukünftige Projekte abzuschätzen

17 Leave a comment on Absatz 17 2 Besitzt Fertigkeiten im Konfliktmanagement, insbesondere der möglicherweise konkurrierenden Interessen von Verwaltung und wiss. Personal:

  • 18 Leave a comment on Absatz 18 1
  • verfügt über Strategien und Methoden zur Fehleranalyse
  • kann sicher Strategien und Methoden anwenden, um Konflikte auf allen Ebenen (zwischen Individuen, statushomogenen und statusheterogenen Gruppen) wahrnehmen zu können (ggf. auch, analysieren) zu können  (durch die Beachtung von nonverbalen Signalen sowie Unterscheidung von Wahrnehmung, Beobachtung und Bewertung)
  • kann eine Auswahl an Methoden (z. B.  Wertequadrat nach Schulz von Thun) und Regeln (Feedbackregeln nach Schulz von Thun) anwenden, um gegenüber Individuen, Gruppen und Organisationen wertschätzendes Feedback geben zu können

19 Leave a comment on Absatz 19 1 Kann Veränderungs- und Transformationsprozesse in der eigenen Universität als Organisationen begleiten (nach Wildt, 2003, S. 44), ausgehend von dem erweiterten Verständnis von HD, das die Reform von Studium und Lehre als Beitrag zu hochschuldidaktischer OE und OEberatung versteht (Wildt, 2003, S. 102)

  • 20 Leave a comment on Absatz 20 0
  • Kann Berichte erstellen und analysieren, Daten zu Studium und Lehre sammeln sowie Datenmengen aufarbeiten, um auf Basis dieses Materials fortlaufend zur Klärung von Sachfragen beizutragen
  • Kann Ideen und Strategien adressatengerecht formulieren, präsentieren und visualisieren, um damit zur Abstimmung von Einzelschritten in komplexen Arbeitsabläufen beizutragen
  • Verfügt über die Fähigkeit, Perspektiven anderer Akteursgruppen einzunehmen, um zu einem ergebnisorientierten Verlauf der Diskussionen beizutragen (Jenert & Brahm, 2010)

2. Personale Kompetenz

2.1 Soziale Kompetenzen

21 Leave a comment on Absatz 21 0 Weiß um die Konkurrenzprinzipien an Hochschulen und kann Situationen daraufhin analysieren

22 Leave a comment on Absatz 22 0 Kann mit Konkurrenzsituationen umgehen im Sinne eines wertschätzenden Umgangs mit Kolleg_innen und Akteur_innen

  • 23 Leave a comment on Absatz 23 0
  • Ist in der Lage und bereit, fachliche Netzwerke in die eigenen Aufgaben einzubeziehen (tauscht sich kollegial aus uns strebt fachliche Weiterbildung an) (Jenert & Brahm, 2010)
  • Ist in der Lage, in Systemen arbeiten zu können, die durch komplexe und widersprüchliche Anforderungen gekennzeichnet sind (siehe dazu Flexibilität bei pers. Kompetenz).
  • Trägt zur Strategie- und Meinungsbildung gegenüber Personen mit Bezug zu Lehre, aber Expertise auf anderen Feldern (über BA-Niveau hinaus) sowie zu bereichsspezifischen und übergreifenden Diskussionen bei (= übergreifendes Denken).

24 Leave a comment on Absatz 24 0 Besitzt eine verlässliche Arbeitsweise im Sinne von: geht partnerschaftlich mit Kolleg_innen umgehen, kann Handlungsspielräume eröffnen, vereinbarte Spielregeln einhalten und verhält sich offen und zuverlässig.

25 Leave a comment on Absatz 25 0 Kann ressourcenorientiert arbeiten, erkennt „Leuchttürme“ und kann diese im Rahmen der eigenen Möglichkeiten fördern.

2.2 Selbstkompetenzen

26 Leave a comment on Absatz 26 0 Besitzt systematisch-analytisches Denkvermögen und kann logisch und nachvollziehbar argumentieren

  • 27 Leave a comment on Absatz 27 0
  • kann Abläufe und Prozesse in ihre einzelnen Teile zerlegensowieAbhängigkeit und Zusammenwirken einzelner Teile erkennen
  • kann statistische oder andere komplexe Daten verstehen und sicher damit umgehen

28 Leave a comment on Absatz 28 0 Besitzt konzeptionelles Denken in Verbindung mit strategischen Denken und Handeln

  • 29 Leave a comment on Absatz 29 0
  • ist sich dabei den eigenen Werten und Grundsätzen stets bewusst, kann sie formulieren und kennt eigene Grenzen (Reinmann, Vortrag am 09.03.2017)
  • entwickelt eigene Konzepte
  • Konstruiert win-win-Situationen
  • bezieht sowohl Vor- und Nachteile als auch zukünftige Entwicklungen ein
  • Verfügt über die Bereitschaft und Fähigkeit, strategische Entscheidungen umzusetzen.

Literaturverzeichnis

30 Leave a comment on Absatz 30 0 Verwendete Literatur:  

31 Leave a comment on Absatz 31 0 Jenert, Tobias., & Brahm, Taiga (Jg.5 / Nr.4 2010). „Blended Professionals“ als Akteure einer institutionsweiten Hochschulentwicklung. Zeitschrift für Hochschulentwicklung , S. 124 – 145.

32 Leave a comment on Absatz 32 0 Reinmann, Gabi (2017). Vortrag „Vom Eigensinn der Hochschuldidaktik“ am 09.03.2017 in der TH Köln im Rahmen der dghd-Jahrestagung (Keynote). https://www.th-koeln.de/hochschule/rueckblick-und-dokumentation_42331.php#sprungmarke_1_0

33 Leave a comment on Absatz 33 0 Wildt, Johannes (2003). Die zentralen Weiterbildungsworkshops im Projekt HDMod . In J. Wildt, B. Encke, & K. Blümcke, Professionalisierung in der Hochschule (S. 44). Bielefeld: Blickpunkt Hochschuldidaktik (Band Nr. 112).

34 Leave a comment on Absatz 34 0 Weiterführende Literatur:  

35 Leave a comment on Absatz 35 0 Egger, Rudolph (2016). Hochschuldidaktik und Organisationsentwicklung: Über den Zusammenhang institutioneller Rahmenbedingungen und die Steigerung der Lehrqualität. In M. Merkt und R. Egger http://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-10834-2, Volume 17 S. 27-48

36 Leave a comment on Absatz 36 0 Hanft, Anke (Hg.) (2000). Hochschulen managen? Zur Reformierbarkeit der Hochschulen nach Managementprinzipien. Neuwied/Kriftel/Berlin

37 Leave a comment on Absatz 37 0 Hoffacker, Werner (2000). Die Universität des 21. Jh. Dienstleistungsunternehmen oder öffentliche Einrichtung? Neuwied/Kriftel/Berlin

38 Leave a comment on Absatz 38 0 Gibbs, Graham (2013). Reflections on the changing nature of educational development, International Journal for Academic Development, 18:1, 4-14, DOI:10.1080/1360144X.2013.751691

39 Leave a comment on Absatz 39 0 Merkt, M. (2014). Hochschuldidaktik, Organisationsentwicklung und Begleitforschung an der Hochschule Magdeburg-Stendal – ein integrativer Ansatz.  In R. Egger, D. Kiendl-Wendner & M. Pöllinger: Hochschuldidaktische Weiterbildung an Fachhochschulen, Volume 12, S. 27-48

40 Leave a comment on Absatz 40 0 Pellert,Ada (1999). Die Universität als Organisation. Wiesbaden

41 Leave a comment on Absatz 41 0 Reinmann, Gabi (2016). Vortrag „Institutionalisierung der Hochschuldidaktik: Begriffe, Versuche, Hindernisse, Zukunft“ am 5.12.2016 im Hamburger Zentrum für universitäres Lehren und Lernen bei der MoHE-Ringvorlesung  https://lecture2go.uni-hamburg.de/l2go/-/get/v/20719

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